Spezialitäten aus Biella

Canestrej Bieleis, der Geschmack der Tradition

Zwei knusprige Waffeln, die ein Herz aus reiner extrafeiner Zartbitterschokolade umschließen: die Canestrej Bieleis sind wahrscheinlich der Keks, der am meisten für unser Gebiet steht, und blicken auf sehr antike Ursprünge zurück. Die Canestrelli von Brusa, deren Rezept noch die handwerkliche Verarbeitung vorsieht, bestehen zu 70 % aus extrafeiner Zartbitterschokolade, eingeschlossen zwischen zwei mürben Waffeln, die mit Mandelöl und Kakao aromatisiert werden. Die für die Füllung verwendete Schokolade ist ausschließlich italienischer Herkunft, von allererster Qualität und enthält keine pflanzlichen Fette, sondern nur Kakaobutter.

Das Rezept der Canestrej Bieleis reicht sogar bis in biblische Zeiten zurück und es scheint, dass die rustikalen Waffeln, die als miasce bezeichnet wurden, auch von den Römern geschätzt wurden. In dem antiken Rezept der ‚miasce‘ wurden Weißmehl und Fioretto (fein gesiebtes Maismehl), Zucker, weiche Butter und abgeriebene Zitronenschale miteinander gemischt. Durch Hinzufügen von Milch erhielt man eine relativ feste Mischung, die zwischen zwei heißen Steinplatten gebacken wurde. Anschließend ging man dazu über, Stahlplatten zu verwenden, auf denen die Adelsfamilien begannen, ihr Wappen einzugravieren und so ihren Canestrej eine persönliche Note zu verleihen.

In dem Manuskript „Notice sur l’arrondissement de Biella, departement de la Sesia“ aus dem Jahr 1805, das in der königlichen Bibliothek von Turin aufbewahrt ist, werden die Canestrej Bieleis als typisches Produkt Biellas erwähnt. Heute sind sie Teil der Prodotti Agroalimentari Tradizionali (PAT), der traditionellen landwirtschaftlichen Produkte, die von der Region Piemont geschützt werden.

Das Grissino, eine piemontesische Köstlichkeit

Ghersìn oder kleine Ghersa (Reihe): eine typisch piemontesische, knusprige Köstlichkeit, deren Name von dem länglich geformten Brot stammt, das einst in der Gegend von Turin gegessen und als Ghersa bezeichnet wurde. Die Entstehungsgeschichte des Grissino ist adelig und kurios: es scheint nämlich, dass der kleine Viktor Amedeus von Savoyen, künftiger König Italiens, von Geburt an an Appetitlosigkeit und Wachstumsstörungen litt, weil er Brotkrumen nicht verdaute. Und so kam dem Bäcker des Hofes, Antonio Brunero, die Idee, den Brotteig zu nehmen, zu langen Stangen zu formen und so lange zu backen, bis diese knusprig waren und kein Wasser mehr enthielten. Dieses lange gebackene, leichte und gut verdauliche Brot kam nicht nur dem Wachstum von Viktor Amadeus zugute, sondern wurde so sehr geschätzt, dass es Teil der Ernährungsgewohnheiten des Hauses Savoyen wurde und sich schnell in der ganzen Region verbreitete. Nicht einmal Napoleon konnte auf die „petits batôns de Turin“ verzichten, so dass er anordnete, sie ihm jeden Tag aus der piemontesischen Hauptstadt mit der Eilpost schicken zu lassen.

Brusa setzt die Tradition des piemontesischen Grissino seit 1974 fort, das zu den Spezialitäten seiner Produktion gehört. Die Grissini von Brusa werden jeden Tag mit einfachen und naturbelassenen Rohstoffen zubereitet und mit Gewürzen und mediterranen Zutaten wie Oliven, Peperoncino, Zwiebeln, Sesam, Rosmarin, Nüssen und nativem Olivenöl extra verfeinert und sind als Begleiter zu den Mahlzeiten, zum Aperitif serviert oder als leckerer Snack ideal. Sie werden in unterschiedlichen Rezepten und Formaten angeboten: von den Piemontesischen Grissini nach dem antiken traditionellen Rezept bis zu den handwerklichen Grissini, die nach einer langsamen Gärung, die sie perfekt mürbe und damit leicht und schmackhaft macht, von Hand gerollt werden. Für einen schnellen Imbiss außer Haus können Sie dagegen die Grissini Filoncino wählen, die kürzer und damit praktischer sind. Darüber hinaus fehlen die klassischen und dünnen und knusprigen Grissini Torinesi Ristorante, unverpackte Grissini und Einzeldosen für die Tische von Hotels und Restaurants nicht.